Manchmal liest man merkwürdige Statistiken. Da rechnet beispielsweise jemand aus, wie viel Zeit der durchschnittliche Mensch mit Betten machen, Kartoffeln schälen oder in der Warteschlange an der Supermarktkasse verbringt. In einer Statistik wäre ich ganz bestimmt in der Spitzengruppe, wenn sich nämlich irgendwer die Mühe machen würde, zu ermitteln, wie viele Stunden die Leute beim Zahnarzt verbringen. Den Ausblick aus der Zahnklinik in Bonn kann ich heute noch malen, obwohl die Behandlungen dort im letzten Jahrtausend stattfanden. Das er sich auf die Beethovenhalle richtet, macht die Sache nicht besser. Nicht weniger als sechs Implantate habe ich bisher verpasst bekommen und befürchte, dass es dabei nicht bleibt. Wurzelkanalbehandlungen sind quasi mein tägliches Brot, von gewöhnlichen Füllungen gar nicht zu reden. Mit Heil- und Kostenplänen jongliere ich souverän herum. Dabei mangelt es nicht an redlichem Bemühen, Fluoridzahnpasta, Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten inklusive. Und mag auch der durchschnittliche unabhängige Versicherungsberater der Meinung sein, eine Zahnzusatzversicherung sei vollkommen überflüssig, so kann ich vermelden: Bei mir nicht.