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	<title>Meinung &#8211; Die alte weisse Frau</title>
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		<title>Die alte weisse Frau regt sich auf</title>
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		<pubDate>Tue, 12 May 2026 05:05:18 +0000</pubDate>
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<p>Es nutzt ja nichts, sich diesbezüglich etwas vorzumachen: Wo man auch geht und steht wird man für doof verkauft. Das war schon vor Jahrzehnten so, als mir ein fähiger Elektrofachmarktmitarbeiter eine Videorekorder mit dem schlagenden Argument, es sei ein Gerät der Spitzenklasse, andrehte, der quasi auf dem Heimweg schon Elektroschrott war. Im Zuge des Digitalisierung jedoch eröffnen sich diesbezüglich ganz neue Möglichkeiten. Seien es obskure Erbschaften, rührende, völlig frei erfundene Geschichten zum Zwecke der Spendengerierung,  plumpe Meinungsmache mit vermeintlichen Fakten, Verschwörungserzählungen aller Art, KI generierte Bilder, gefälschte Online Shops, vermeintliche Liebesbeziehungen, beunruhigende Mails von der Bank, die einem Zugangsdaten entlocken wollen – das Feld ist weit und, so fürchte ich, noch bei weitem nicht vollständig durchpflügt. Schlimm das alles, aber worüber ich mich wirklich merkwürdigerweise am allermeisten aufrege, das ist die KI Telefonassistentin meiner Krankenkasse. Schon doof genug, überhaupt mit ihr reden zu müssen, man kommt sich vor wie ein Depp. Aber dann, und das bringt mich wirklich zum Ausflippen, fängt diese virtuelle Intelligenz an, meine Antworten scheinbar EINZUTIPPEN, jedenfalls klackert eine Tastatur. DIE VIRTUELLE TELEFONASSISTENTIN HAUT IN DIE TASTEN. Echt jetzt? Für wie saudämlich hält die Barmenia eigentlich ihre Kunden? Das ist doch eine Frechheit. Und ihre bescheuerte App funktioniert auch nicht. Wahrscheinlich wurde beides vom gleichen begnadeten IT Mitarbeiter ersonnen. Kann ich mich nicht genug aufregen.</p>



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		<title>Die alte weisse Frau und die Slogans</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2026 18:38:58 +0000</pubDate>
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<p>Die Älteren von uns erinnern sich: „Läuft und läuft und läuft“ war mal ein erfolgreicher Werbeslogan für den VW Käfer und, was soll man sagen, er lief tatsächlich robust und unermüdlich, bis er vom Rost zerfressen nach langen Jahren in seine Einzelteile zerfiel. Davon sind wir bei den heutigen Automodellen mit ihren vielfältigen elektronischen Befindlichkeitsstörungen meilenweit entfernt. Ähnlich ist es bei der Bahn, deren Slogan „Alle reden vom Wetter…wir nicht.“ dem derzeitigen geplagten Zugpassagier nur ein verzweifeltes Lachen entlockt, denn von misslichen Umständen, das Wetter betreffend, ist in so mancher Lautsprecheransage die Rede, die wieder einmal leider, leider eine Verspätung ankündigt. Apple übrigens hatte auch einmal einen griffigen Satz. „It just works.“ lautete er und war zu seiner Zeit in jeder Hinsicht überzeugend. Heute machen Ipods was sie wollen, legen ständig neue Updates Geräte komplett lahm, schwächeln Akkus vor sich hin und von einer intuitiven Bedienung ist schon lange keine Rede mehr. Funktionen, in die sich der geneigte „User“ akribisch hinein gefuchst hat, verschwinden oder verbergen sich so geschickt, dass sie nicht mehr auffindbar sind. Bleibt die Frage, wie es mit „Weiß, weißer geht’s nicht“ steht. Wollen wir hoffen, dass wenigstens Dash noch tut, was es soll. Und leben Waschmaschinen überhaupt immer noch länger mit Calgon? Haribo jedenfalls macht auch heute noch Kinder froh. Und Erwachsene ebenso. Gutes bleibt. Wollen wir hoffen, dass meine neue Miele Waschmaschine sich daran hält.</p>
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		<title>Die alte weisse Frau und die Sitzgelegenheit</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 05:10:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit zunehmendem Alter rücken ja Dinge und Sachverhalte in den Fokus, die man früher so gar nicht auf dem Schirm &#8230; <a href="https://diealteweissefrau.blog/die-alte-weisse-frau-und-die-sitzgelegenheit/" class="btn btn-readmore">Read More <span class="screen-reader-text"> "Die alte weisse Frau und die Sitzgelegenheit"</span></a>]]></description>
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<p>Mit zunehmendem Alter rücken ja Dinge und Sachverhalte in den Fokus, die man früher so gar nicht auf dem Schirm hatte. Neuestes Beispiel aus meiner privaten Kollektion: Die Sache mit den Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum. Zwar bin ich glücklicherweise noch sehr gut zu Fuß, aber nichtsdestotrotz habe ich nach einem ausgedehnten Stadtrundgang oder einer Wanderung das Bedürfnis, mich irgendwo bequem hinzusetzen. Möglichst mit Rückenlehne. Früher, in unbeschwerteren Zeiten kehrte ich zu diesem Zwecke in einer möglichst hübschen Lokalität ein, bestellte einen Kaffee, ein Glas Wein oder eine Kleinigkeit zu essen und alles war wunderbar. Heute ist das leider anders: Der Kaffee drückt später gewaltig auf die Blase, dem Alkohol habe ich weitgehend und vor allem am hellerlichten Tag abgeschworen, weil der Tag dann schnell beendet ist und essen kann ich auch nicht mehr so viel, wie ich möchte. Wasser, und sei es auch mit Sprudel, ist etwas trostlos und auch eine gepflegte Apfelschorle…nun ja. Es braucht also Bänke oder, wie in Paris, bequeme Stühle im öffentlichen Raum, auf denen man in Ruhe sitzen kann. Man kann darüber nachsinnen, warum von zehn vorbei eilenden Passanten acht zu dick sind, jungen Familien und alten Paaren zulächeln, sich wundern, was junge Menschen zuweilen anziehen oder sich davon inspirieren lassen, hingebungsvoll detailreiche Fassaden inspizieren, in Frankreich interessiert Petanquespielern zuschauen, ohne auch nur die geringste Ahnung von den Spielregeln zu haben, den Blick in die Natur genießen, in Spanien Flamencotänzerinnen bewundern oder aber: „Einfach nur so sitzen“. Ich möchte einfach nur so sitzen. Loriot hatte wie immer recht.</p>
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		<title>Die alte weisse Frau und das pädagogisch wertvolle Buch</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 05:12:38 +0000</pubDate>
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<p>Neulich las ich, wie es sich für eine liebevolle Großmutter gehört, vor. Das mache ich sehr gerne und sehr ausdauernd. Conni Bücher hasse ich allerdings wie die Pest und dachte, schlimmer kann es nicht kommen. Aber weit gefehlt! Ich las, zunehmend konsterniert, ein Buch über die Vielfalt und Gleichwertigkeit verschiedener Farben. Die Protagonistin erhielt von ihrer Lehrerin den Auftrag, in den Ferien ein Bild über ihr schönstes Ferienerlebnis in ihrer Lieblingsfarbe zu malen. Schon das eine blödsinnige Konstellation. Das arme Kind hatte im Gegensatz zu ihrer Freundin Fatima jedoch gar keine Lieblingsfarbe, noch nicht mal pink, und verfiel daraufhin auf die pfiffige Idee, zu Inspirationszwecken andere Menschen nach deren Lieblingsfarbe zu fragen. Sie fuhr also mit ihren beiden Müttern (!) los und begegnete: Einem blinden Menschen, einem Kind, das sich nicht entscheiden konnte, ob es ein Mädchen oder ein Junge sein sollte, einem im Rollstuhl und die anderen habe ich verdrängt-jedenfalls wurden sämtliche Randgruppen gewissenhaft abgearbeitet. Überraschende Konklusion: Die Lieblingsfarbe der Protagonistin ist, Trommelwirbel, bunt. Wie das Leben. Was für eine tolle Botschaft, und so subtil übermittelt! So subtil, das die Autoren sich genötigt sahen, für die offensichtlich als leicht debil angesehenen Erwachsenen noch ein Nachwort anzufügen, damit sie die mit dem pädagogischen Holzhammer dargebotene Message auch verstehen. Also, wenn man mich fragt: Nur Pädagogik in einem Kinderbuch ist auch nichts, zumal, wenn sie so weltfremd und von der Lebensrealität der meisten Kinder meilenweit entfernt daher kommt. Langweilig war es auch noch. Und als wäre das alles nicht genug, lese ich in den Rezensionen zum Machwerk, eine Rezensentin habe bei der Lektüre geweint. Ja. Hätte ich auch fast.</p>



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		<title>Die alte weisse Frau und die Vornamen</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 05:30:29 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Jedes Elternpaar ist ja auf der vergeblichen Suche nach einem wunderschönen originellen Vornamen für den Sprössling, was heutzutage dazu führt, dass halbe Schulklassen aufspringen, wenn Emma oder Noah aufgerufen werden. Aber selbst eine scheinbar einzigartige Henriette kann schon in ihrer Kindergartengruppe auf eine zweite Henriette stoßen, wobei dann eine zur Jetti und eine zur Henny mutiert. Dabei haben die Eltern sich solche Mühe gegeben. Moden gab es auch zu Boomerzeiten, wobei in meinem Falle ein beherzter Standesbeamter eingriff, als mein Vater seine wunderhübsche Tochter, nämlich mich, als Birgit anmelden wollte. Das sei nun schon die fünfte Birgit in einer Woche, konstatierte er, und so kam es, dass meine verblüffte Mutter plötzlich eine Irene in den Armen hielt, ein Name, den der besagte Beamte für geeigneter hielt. Es hätte schlimmer kommen können. Bei den Jungs gab es zu jener Zeit einen fatalen Hang zu Doppelnamen: Hans-Josef, Hans-Peter, Wolf-Dieter, Hermann-Josef, Klaus-Peter, Hans-Wilhelm, Rolf-Dieter oder Hans-Herbert beispielsweise. Einer merkwürdiger als der andere und auch deshalb gerne verkürzt zu Hajo, Hermo oder Hape. Ob diese Mode nochmal zurückkommt? So richtig alte Namen sind ja schon wieder en vogue, mein Großvater und mein Enkel beispielsweise haben den gleichen Namen. Albert ist auch schon wieder da und so begrüßen wir bestimmt bald einen entzückenden kleinen Franz-Werner. Oder Hans-Otto. </p>
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		<title>Die alte weisse Frau und die fehlenden Touristen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 06:16:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Einmal im Fichtelgebirge. Die Landschaft ist schön, hier und da findet sich eine pittoreske Burgruine oder ein bemerkenswertes Panorama und &#8230; <a href="https://diealteweissefrau.blog/die-alte-weisse-frau-und-die-fehlenden-touristen/" class="btn btn-readmore">Read More <span class="screen-reader-text"> "Die alte weisse Frau und die fehlenden Touristen"</span></a>]]></description>
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<p>Einmal im Fichtelgebirge. Die Landschaft ist schön, hier und da findet sich eine pittoreske Burgruine oder ein bemerkenswertes Panorama und die Wanderwege sind vorzüglich beschildert. Der Kurpark ist gepflegt, mit allerlei Informationstafeln und sinnigen Sprüchen dekoriert und lädt zum Lustwandeln ein. Danach möchte der Gast gerne einkehren, irgendwo am sehr idyllischen Marktplatz. Von fünf Gaststätten hat leider eine dauerhaft geschlossen und drei haben Ruhetag, eine davon hat sowieso nur an drei Tagen in der Woche geöffnet. Bleibt nur die Pizzeria, für den Gast auf der Suche nach regionaltypischen Speisen eine äußerst ernüchternde Erkenntnis. Immerhin werden Spaghetti mit „Schrimps“ offeriert, was ja schon recht originell ist. Eine Konditorei bietet auf einer Reklametafel Rhabarberkuchen mit „Steußeln“ an, von dem aber drinnen leider nichts mehr da ist, auch nicht mit Streuseln. Zur Auswahl stehen genau zwei Kuchen, die Herr Coppenrath oder wahlweise Herr Wiese wesentlich besser hinbekommen hätten. Die Brötchen beim Frühstück sind vom Vortag und knochentrocken, die Auswahl an Belag übersichtlich. Ein gastronomisches Jammermittelgebirge das Ganze. Kein Wunder, wenn keiner kommt. Und die, die kommen, nur einmal kommen und nicht wieder.</p>
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		<title>Die alte weisse Frau und die Meinungsäußerung</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 06:18:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Während einer langweiligen Autofahrt geriet ich in eine Radiodiskussion mit Hörerbeteiligung zu einem äußerst kontroversen Thema. Eine Hörerin gab mit &#8230; <a href="https://diealteweissefrau.blog/die-alte-weisse-frau-und-die-meinungsaeusserung/" class="btn btn-readmore">Read More <span class="screen-reader-text"> "Die alte weisse Frau und die Meinungsäußerung"</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Während einer langweiligen Autofahrt geriet ich in eine Radiodiskussion mit Hörerbeteiligung zu einem äußerst kontroversen Thema. Eine Hörerin gab mit fester Stimme ihr wohlvorbereitetes Statement ab, Punkt eins, zwei, drei wurden zu einer nicht widerlegbaren Argumentation dergestalt zusammengefügt, dass die Angelegenheit ein für alle Mal geklärt, erledigt und beschlossen schien, jedenfalls in den Augen der Wortführerin. Dann aber wurde eine Expertin gehört, und siehe da, Punkt eins, zwei und drei waren allesamt falsch. Nichtwissen, vorgefertigte Überzeugungen und mangelnder Sachverstand hatten sich zu einer unerquicklichen Melange zusammengetan, von der am Ende rein gar nichts übrig blieb. Außer einem gar nicht mal so kleinlauten – wie es angebracht gewesen wäre – sondern eher pampigen „Aber trotzdem“. „Aber trotzdem“ strich mir übrigens schon vor vielen Jahren meine Deutschlehrerin rot an.  Wie die besagte Expertin die Ruhe bewahrte! Großartig. Nicht, dass ich glaube, sie habe die Meinung der Hörerin geändert, nein, solche Menschen verheddern sich ja oft dermaßen in ihrer selbst zusammen gestrickten Argumentation, dass sie sogar zuweilen zu der festen Erkenntnis kommen, die in der Schweiz lebende Alice Schwarzer und die sich um sie herum scharenden Schmierlappen würden irgendetwas Gutes für Deutschland bewirken. Da steht man auf verlorenem Posten. Aber dem einen oder anderen Radiohörer wird wieder klar geworden sein, dass die Dinge, die in den eigenen Augen so einfach scheinen, es oft nicht sind. Und das ist doch schon mal was Gutes. Ich jedenfalls weiß wieder, dass ich nicht allzu viel weiß und deshalb vielleicht gelegentlich den Mund halten sollte. Aber trotzdem kann ich es einfach nicht lassen. </p>
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		<title>Die alte weiße Frau hat schon lange kapituliert</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 06:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Frage ist ja, ob man den Kampf überhaupt aufnimmt oder gleich die Waffen streckt. Früher war es leichter, da &#8230; <a href="https://diealteweissefrau.blog/die-alte-weisse-frau-hat-schon-lange-kapituliert/" class="btn btn-readmore">Read More <span class="screen-reader-text"> "Die alte weiße Frau hat schon lange kapituliert"</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Frage ist ja, ob man den Kampf überhaupt aufnimmt oder gleich die Waffen streckt. Früher war es leichter, da hatte man nur Wasser, Seife – Palmolive! Lux! – und Niveacreme, und was die drei nicht richten konnten, blieb eben so. Heute hat man ja Möglichkeiten! Von mehreren Festmetern an Beautyprodukten im Drogeriemarkt, für jedes erdenkliche Problem, auch für solche, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat, über sündhaft teure, schick verpackte Seren und Cremes und Packungen in durchgestylten Schönheitstempeln bis zu den Offerten der Schönheitschirurgie, dazwischen irgendwo die Halbwelt der Hyaluron- und Botoxspritzen. Nachdenklich betrachtet man seine eigene gerunzelte Stirn, die auch im Zustand totaler Entspannung leider gerunzelt bleibt, die erschlaffte Haut um die Augen, in der sich der Lidschatten höchst ungleich zu verteilen pflegt und die Wimper, die an der Lippe hängt und gar keine ist, sondern ein Fältchen. Herrje. „Der alte Tag kommt mit Gewalt“, wie schon meine Oma zu sagen pflegte. Was also tun? Ein Vermögen ins äußere Erscheinungsbild investieren? Einer Jugend hinterher rennen, die jedoch unwiederbringlich vorbei ist? In Würde altern? Sich nicht darum scheren? Dem Elend mit Humor begegnen? So tun, als sei alles möglich und nachher aussehen wie Cher? Wobei – so weit reichen meine finanziellen Möglichkeiten auf gar keinen Fall. Da finde ich mich lieber einfach ab. Genau wie mit meinem grauen Haar. </p>
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		<title>Die alte weisse Frau und der Feminismus</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 06:23:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu meiner sehr großen Schande – und es fällt mir verdammt schwer, das zuzugeben – bin ich gar nicht sonderlich &#8230; <a href="https://diealteweissefrau.blog/die-alte-weisse-frau-und-der-feminismus/" class="btn btn-readmore">Read More <span class="screen-reader-text"> "Die alte weisse Frau und der Feminismus"</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zu meiner sehr großen Schande – und es fällt mir verdammt schwer, das zuzugeben – bin ich gar nicht sonderlich feministisch. Sich in die Lebensgestaltung anderer Frauen einzumischen fällt mir im Traume nicht ein und wie Paare die Aufgabenverteilung in ihrer Familie organisieren, geht mich überhaupt nichts an. Und doch…wenn man sich so umschaut im Bekanntenkreis, dann zerreißt es mir zuweilen das Herz. Da gibt es diese Frau, intelligent, gebildet, vielseitig interessiert, eloquent, freundlich, die sich einst entschieden hat, ihr Leben der Aufzucht ihrer Kinder und dem, wie nennt man es so schön, „Rücken frei halten“ ihres missmutigen, unsympathischen, übergewichtigen Mannes zu widmen, der jedoch einen Haufen Geld nach Hause bringt. Was manche Paare aneinander finden ist ein anderes Thema. Und jetzt? Die Kinder sind aus dem Haus, Enkelkinder sind noch nicht vorhanden und eine wie auch immer geartete Berufsausübung ist in unerreichbare Ferne gerückt, zudem auch ob der mehr als komfortablen finanziellen Lage vollkommen überflüssig. Traurig sieht man als Außenstehende den Bemühungen zu, auf der Zielgeraden des Lebens demselben einen neuen Sinn zu geben. Ein Projekt ist, neben der Anschaffung von Hunden, tatsächlich, einen angestrebten Gewichtsverlust des Gatten zu managen, mittels hochkreativer Mahlzeiten und eines akribischen Essensplans, der die Managerin dazu verpflichtet, zweimal täglich in der Küche zu stehen und zu kochen, den morgendlichen Porridge nicht eingerechnet. In der Freizeit, Klischees aller Länder, vereinigt euch, wird getöpfert. Ist das nicht furchtbar? Oder doch wahnsinnig clever? Den Mann zu Karrierezwecken in die weite Welt hinaus zu schicken und sich daheim als Familien CEO zu gerieren und sich selbst dafür abzufeiern? Ich bin ratlos. Denn glücklich? Also glücklich wirkt sie nicht.</p>
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		<title>Die alte weisse Frau und die moderne Technik</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 06:17:25 +0000</pubDate>
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<p>Zuweilen, wenn man wieder ein Update für irgendwas eingespielt hat und danach nichts mehr funktioniert oder wenn man sich fluchend und zuweilen erfolglos dem Onlinebanking widmet oder sich dabei ertappt, wie man sich schon seit einer Stunde freiwillig von irgendwelchen sozialen Medien konsequent verblöden lässt, ja, dann wünscht man sich kurz die Epoche der Petroleumlampen und Reifröcke zurück oder wenigstens die in der Rückschau so gemütlich scheinenden Sechzigerjahre. Solche Anwandlungen gehen aber schnell vorbei, wenn man dann wieder in Situationen kommt, in denen zum Beispiel ein Handy sich als wirklich verdammt praktisch entpuppt. Unlängst beispielsweise saß ich über drei Stunden missmutig in einem defekten Flugzeug herum, bis es nach eifrigem Bemühen mehrerer Techniker schlussendlich als nicht flugfähig deklariert wurde und alle Passagiere wieder aussteigen mussten. Während wir zum Schalter schlurfen, um zu erfahren, wie es mit uns und unseren Reiseplänen weitergehen wird, kam, zack, eine Mail mit einem neuen Flugplan für den nächsten Tag. Danach, zack, neue Tickets. Am Schalter scannte ein jeder einen QR Code und hatte, ebenso zack, einen Hotelgutschein. Dann kam eine Mitteilung, wann ein Bus uns einsammeln und dorthin transportieren würde. Die Entschädigung beantragte ich, auf dem Bett in ebenjenem Hotel liegend, und bekam morgens zum Frühstück, zack, die Mitteilung, dass der Betrag überwiesen sei. Toll. Ich war, ehrlich gesagt, schwer beeindruckt. Und sollte nochmal eine hydraulische Feststellbremse den Geist aufgeben, bleibe ich für meinen Teil total entspannt.</p>
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