?> Die alte weisse Frau und die Fördermittel – Die alte weisse Frau
8. September 2026

Die alte weisse Frau und die Fördermittel

Worauf der handelsübliche Kommunalpolitiker oft recht stolz ist, ist seine Fähigkeit zum Abgreifen diverser Fördermittel. Da werden Projekte realisiert, die sich die klamme Gemeinde nie und nimmer hätte leisten können. Toll. Leider handelt man sich aber auch ein Mitspracherecht diverser ortsunkundiger Wichtigtuer ein, die beispielsweise untaugliche Wegkonstruktionen vorschreiben, auf denen sich die Bürger reihenweise auf die Nase legen. Oder man bezuschusst eine monströse Brückenkonstruktion über ein kleines Flüsschen, die nicht nur sehr breit ist (um unmittelbar davor und dahinter wieder auf schmalen, aber ausreichend breiten Wegen zu landen) und dazu noch den Vorteil bietet, nicht sinnend in den Fluss schauen zu können, Kinder können noch nicht einmal das Wasser in der Ferne bewundern, geschweige denn, Steinchen ins Wasser werfen. Nach der festlichen Einweihung, bei der sich alle Beteiligten recht fest gegenseitig auf die Schulter klopfen, gammelt das prächtige Projekt dann mangels finanzieller Möglichkeiten oder wegen institutioneller Gleichgültigkeit jahrelang vor sich hin, bis es gesperrt oder abgerissen werden muss und der Zirkus von vorne beginnt. Aber die Fördermittel sind doch da und können nicht umgewidmet werden! Doch, können sie schon. Wenn sie nämlich nicht abgerufen werden. Dann landen sie irgendwann woanders. Im Fördermitteltopf für marode Schulklos vielleicht, und da wären sie allemal besser aufgehoben.

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